Der Tenor Johannes Hubmer wurde 1995 in Linz geboren. Dort konnte er unter anderem im Opernchor bei der Inszenierung von Schrekers Oper Der Schatzgräber (Regie: Philipp Harnoncourt) erste Bühnenerfahrungen sammeln. 2015 begann er seine Gesangsstudien an der Universität Mozarteum Salzburg bei Dr. John Thomasson. Seit Oktober 2021 absolviert Johannes Hubmer am Mozarteum das Masterstudium Oper und Musiktheater und wird im Gesang von Prof. Michèle Crider unterrichtet. Er ist aktiver Sänger im Salzburger Bachchor (Salzburger Festspiele) und regelmäßiger Gast im Vokalensemble des BachWerkVokals unter der Leitung von Gordon Safari. Als Solist erlebte man den jungen Tenor bereits in mehreren Produktionen der Universität Mozarteum Salzburg, zum Beispiel in der Partie des Fracasso in Mozarts La finta semplice und als Junger Herrn in Boesmans’ Reigen (beides 2018). Für die Vierfachrolle Andrès/Cochenille/Frantz/Pitichinaccio in Offenbachs Les contes d’Hoffmann (Musikalische Leitung: Gernot Sahler, Regie: Alexander von Pfeil, ebenfalls am Mozarteum, wurde er aufgrund seiner „famosen Charakterstudien“ gelobt (Karl Harb, Salzburger Nachrichten). In der Universitätsproduktion Owen Wingrave von Benjamin Britten verkörperte er die Rolle des Lechmere. Gottfried Franz Kasparek (DrehPunktKultur) beschrieb ihn dabei als „darstellerisch und stimmlich blendend geführte(n) Charaktertenor“. Im Dezember 2021 spielte Hubmer als Pluto und Aristäus in Offenbachs Orpheus aus der Unterwelt (Musikalische Leitung: Kai Röhrig, Regie: Rosamund Gilmore), worin er mit seinem „wohltönendem, technisch hervorragendem Spieltenor“ (Gottfried Franz Kasparek, Der Neue Merker) begeisterte. Im Juni 2022 erlebte man den jungen Tenor in L'incoronazione di Poppea von Monteverdi  in Salzburg. Dabei verkörperte er die Rollen des Soldaten, Lucano, Arnalta und Venere. Mit der Darstellung des Albert Herring in Benjamin Brittens gleichnamiger Oper bestritt Hubmer im Dezember 2022 seine Abschlusspartie am Mozarteum Salzburg. DrehPunktKultur lobte seine Darstellung mit den Worten: "Wenn der grandios spielende und fabelhaft singende, diesmal manchmal an Peter Schreier erinnernde Tenor Johannes Hubmer nicht noch so jung wäre, könnte man sagen, er habe mit Albert Herring die Rolle seines Lebens gefunden. Als dummer, besser gesagt für dumm gehaltener Junge ist er ebenso eine echte Persönlichkeit wie als im Bier- und Whiskyrausch und wohl auch in weiblicher Gesellschaft gereifter Kraftlackel." (DrehPunktKultur am 8.12.22). Ab der Spielzeit 2023/24 ist Johannes Hubmer Solomitglied des Pfalztheaters Kaiserslautern.